Eine lachende Frau mit kurzen braunen Haaren trägt eine weiße Bluse und steht vor einem Drahtzaun bei einer Baustelle.

Carolin Klüpfel

Ich schwimme leidenschaftlich gern, am liebsten im offenen Wasser. Dort lernt man schnell: Wer nur den Kopf unten hält und kräftig zieht, kommt selten dort an, wo er hinwollte. Strömung, Wind und Wellen versetzen einen fast unmerklich, Zug um Zug. Deshalb hebt man regelmäßig den Blick, sucht die Boje und korrigiert den Kurs. Das geht früh und mit kleinen Bewegungen. Wer zu lange wartet, muss am Ende große Umwege schwimmen.

Auf Baustellen ist es nicht anders. Projekte scheitern selten an fehlendem Einsatz. Sie scheitern an kleinen Abweichungen, die niemand rechtzeitig bemerkt oder anspricht: unter Zeitdruck, zwischen Gewerken, zwischen Menschen, die eigentlich dasselbe Ziel verfolgen. So werden aus Missverständnissen Nachträge und aus Nachträgen Streit.

Als Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht berate ich seit 2016 Bauherren, Bauunternehmen und Planungsbüros, mit dem Schwerpunkt auf Vertragsgestaltung und projektbegleitender Beratung. Mein besonderes Interesse gilt Vertragsmodellen, die Kooperation strukturell verankern: integrierten Projektallianzen, Mehrparteienverträgen und Rahmenbedingungen, die gemeinsames Gelingen von Anfang an ermöglichen.

Als Schlichterin und Mediatorin erlebe ich, was möglich ist, wenn alle Beteiligten früh miteinander sprechen, statt übereinander zu verhandeln.

Bei KRANICH engagiere ich mich, weil ich überzeugt bin: Wer früh den Blick hebt und Konflikte anspricht, schützt nicht nur das Projekt. Er schützt auch die Beziehungen, die das nächste Projekt tragen.